Internet-Shop Realitäten
Mythos oder Wahrheit?
Fünf wichtige Einsichten, die für den Betrieb eines Online-Shops unverzichtbar sind
1. Preissenkungen sind das einzige Mittel
Wer den Preis senkt, erhöht seine Konversionsrate - das funktioniert nur für Schnäppchenjäger, die über Preissuchmaschinen das günstigste Angebot finden wollen. Falls Sie Zielgruppen bzw. Mechanismen bevorzugen, die mehr Gewinn versprechen, lesen Sie bitte weiter.
2. Eine gute SEM-Kampagne steigert Konversionsraten
Klar - wer über SEO-Marketing die richtigen Besucher anspricht, liegt mit seinem Angebot meistens richtig. Aber warum ein Interessent kauft, hat viele weitere Faktoren und ist weitaus emotionaler als gedacht: z.B. werden Websites in weniger als einer Sekunde bewertet. Wer in dieser kurzen Zeit Sympathie und Relevanz vermittelt, hat schon gewonnen. Aber wie geht es dann weiter?
3. Usability ist alles
Richtig. Und falsch. Denn natürlich sollte ein Kunde, der sich für einen Kauf entscheidet, nicht erst nach 15 Klicks beim Warenkorb landen. Aber zwischen erster Bewertung (siehe 2.) und einer Kaufentscheidung spielen viele weitere Faktoren mit. Entscheidend ist dabei unter anderem die Glaubwürdigkeit, vermittelt durch ein Design-Konzept, das durch eine hohe Stringenz und Symbolkraft ganz gezielt das Unterbewusstsein anspricht - genau darin liegt ein wesentlicher Schlüssel zum Vertrauen.
Na schön, aber wo fang ich jetzt eigentlich an?
Na klar: Mit der Webanalyse.
4. Nur wer misst, kann gewinnen.
Ganz ehrlich: Messen lässt sich alles. Zum Beispiel die Häufigkeit, mit der Sie mit dem linken oder rechten Fuß aufstehen. Oder aber auch, wie oft Ihre Kunden wo auf Ihrer Website landen. Entscheidend aber ist, wie Sie diese Ergebnisse interpretieren. Nur wer die richtigen Schlüsse aus Ergebnissen zieht, kann seinen Shop auch erfolgreicher strukturieren. Das gleiche gilt übrigens für multivariates Testing (MVT): Natürlich lässt sich mit dieser maschinellen Methode eine Verbesserung erzielen. Aber eCommerce-Manager, die sich konkrete Gedanken machen, kommen wesentlich weiter.
5. Ein Kauf ist rational gesteuert
Nur wer die Motive seiner Kunden kennt, kann ihre Bedürfnisse erfüllen - und die hochwertige Pflege einer starken Marke löst beim Kunden ein gutes Gefühl und damit die Lust zum Kauf aus. An diesen beiden Wahrheiten hat sich auch fast 100 Jahre nach Erfindung der Werbung nichts geändert. Eine Kaufentscheidung entsteht über unterbewusste Codes, die durch eine emotionale Markengestaltung mit hoher Symbolkraft gesteuert werden - der Kopf spielt dabei (leider oder glücklicherweise) nur eine untergeordnete Rolle.
